Schneller Schreiben: 11 Hacks, die dich sofort zu einer menschlichen Schreibmaschine machen

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Schneller Schreiben: 11 Hacks, die dich sofort zu einer menschlichen Schreibmaschine machen

Bist du bereit?

Ich meine:

Bist du bereit, extrem schnell hochwertige Blogartikel zu schreiben und 3 Stunden früher Feierabend zu machen?

In diesem Artikel verrate ich dir meine 11 Hacks, die dich sofort zu einer menschlichen Schreibmaschine machen.

Wenn du 3 Stunden früher Feierabend machen willst, geht’s hier lang:

1. Die schnellste Formel für einen Blogartikel

Erstens:

Blogartikel schreibst du nicht.

Du baust sie zusammen.

Wie funktioniert das?

Und viel wichtiger ist die Frage:

Was ist die schnellste Art, einen Blogartikel zusammenzubauen?

Das verrate ich dir gleich. Aber vorher musst du die Bausteine eines Blogartikels kennen, sonst hast du das Werkzeug, aber nicht das Material.

Und hier ist es:

Die Bausteine des Blogartikels sind die Headline, das Intro, der Inhalt und das Ende.

Die schnellste Art, einen Artikel zusammenzubauen, ist diese Reihenfolge:

Headline, Inhalt, Ende, Intro, Headline.

Zuerst schreibst du den Arbeitstitel, danach machst du dich ran an den Inhalt.

Wenn alles fertig ist, machst du aus dem Arbeitstitel eine Headline, die deine Leser anzieht wie ein Magnet.

Diese Formel hilft dir, deine Artikel schneller fertig zu stellen als jemals zuvor.

Das funktioniert aber nur, wenn du der Versuchung widerstehst und das wichtigste Prinzip dieser Formel beachtest:

2. Ein Mann schreit aus dem Fenster:

“Ich möchte fliegen! Ich möchte die Sonne berühren!”

Daraufhin antwortet seine Frau:

“Zuerst isst du deine Eier.”

Was will ich dir damit sagen?

Schreibe niemals 2 oder mehr Artikel gleichzeitig.

Wenn du schneller schreiben willst, dann folge diesem Prinzip:

Iss zuerst dein Frühstück – schreibe zuerst EINEN Artikel fertig.

Denn es gibt ein physikalisches Gesetz, das besagt:

Du kannst nicht in 2 Richtungen gleichzeitig gehen.

Fang also niemals mit einem Artikel an, wenn du deinen aktuellen Artikel noch nicht beendet hast.

Was passierst, wenn du mehr als einen Artikel parallel schreibst?

Du kennst die Folgen selbst:

Ehe du dich versiehst, schlummern auf deinem Blog 11 angefangene, unfertige und halb tote Entwürfe, die nichts halbes, nichts ganzes und nichts brauchbares sind.

Schneller schreiben heißt nicht, an fünf verschiedenen Texten zu arbeiten.

Ein Sprinter läuft auch nicht auf 2 Rennen parallel.

Zuerst das eine Rennen, danach das Nächste.

Und wie du deine Artikel am schnellsten fertig stellst, erfährst du hier:

3. “Du darfst erst aufstehen, wenn der Teller leer ist.”

Zugegeben:

Das klappt nicht immer.

Wenn deine Kinder anfangs nicht aufessen wollen, hast du am Ende nicht nur Essensreste auf dem Teller, sondern auch salzige Tränen – zumindest war es bei mir so, als ich bei meinen Eltern wohnte.

Was für gute Tischmanieren gilt, gilt erst recht fürs Bloggen:

Schreibe deine Artikel in EINEM Durchgang.

Wenn du das nicht tust und mittendrin aufhörst, weil du dir denkst, dass du den Rest auch morgen vollenden kannst, machst du einen tragischen Fehler.

Die Folgen kennst du:

Am nächsten Tag setzt du dich wieder an den Artikel und hast Schwierigkeiten, den gestrigen Schreibflow wieder aufzugreifen.

An solchen Tagen singt die Fraktion der Schreibblockade Loblieder.

Damit das nicht passiert, damit du nicht 10 Stunden am Stück schreibst, damit du keinen Burnout bekommst, teilst du deinen Artikel in 3 Schritte ein:

  1. Recherche
  2. Schreiben
  3. Überarbeiten

Nachdem du den Arbeitstitel festgelegt hast, setzt du dich hin und stapelst deinen Inhalt zusammen:

Hat dein Artikel 11 Punkte? Sammle und schreibe diese 7 Punkte zusammen. Steh erst weider auf, wenn der Inhalt vollständig recherchiert ist.

Wenn alles getan ist, machst du dich an den zweiten Durchgang:

Schreibe den Inhalt aus, füge deine 11 Punkte in eine logische Reihenfolge zusammen, schreibe das Ende und hinterher das Intro.

Damit du keine Zeit verlierst, musst du die wichtigste Regel beachten.

Wenn du auch nur diese eine Regel umsetzt, erhöhst du deine Schreibgeschwindigkeit mindestens um das Doppelte:

4. schriebe. Shcreibe. Schreibe!

Die wichtigste Regel um schneller zu schreiben lautet:

Schreibe, ohne dich zu korrigieren.

Lass alle deine Fehler im Text.

Widerstehe der Versuchung, auf die Löschtaste zu hämmern.

Wie Dan Kennedy sagte:

“Money is attracted to speed.”

In anderen Worten:

Du kannst es dir nicht leisten, deine Zeit darauf zu vergeuden, Fehler in deinem Entwurf zu korrigieren.

Das macht man nicht.

Willst du ein Beispiel?

Manchmal, wenn mir ein Satz nicht gefällt, höre ich mittendrin auf. Entweder ändere ich den Satz mittendrin oder ich fange an, einen anderen Gedanken aufzuschreiben.

Der erste Entwurf sieht zwar hinterher aus, als hätte man ein Gespräch zweier Matrosen transkribiert und alle Schimpfwörter rot markiert, aber was soll’s?

Wenn du 5 Newsletter und 3 Artikel pro Woche schreiben kannst, was interessieren dich Schönheitsfehler in deinen Entwürfen, die niemals jemand zu Gesicht bekommt?

Also:

Schreibe alle deine Gedanken auf.

Den Sinn hebst du dir für den zweiten Durchgang auf.

Wie du deine Gedanken schneller und hemmungsloser auf die Tastatur klatschst, zeige ich dir im nächsten Hack:

5. Knall endlich die Tür zu

Das erste Gebot von Stephen King lautet:

“Schreibe bei geschlossener Tür.”

Wenn du deinen Entwurf schreibst, sollte dich niemand dabei stören.

Denn mal ehrlich:

Wann popeln die Menschen? Mitten im Gottesdienst, oder wenn niemand zuguckt?

Wann furzen die Leute wie ein Traktor? Wenn sie Bahn fahren oder nachdem sie ihre Wohnung betreten und die Tür schließen?

Du verstehst?

Wenn du ungestört bist, kannst du deine Gedanken hemmungslos aufs Papier bringen und über alle Peinlichkeiten hinwegsehen.

Natürlich muss es bei dir nicht so krass sein, wie bei Beethoven, der voller Entsetzen aus seiner Wohnung ausgezogen ist und das Klavier nie wieder anfassen wollte, als er merkte, wie eine Nachbarin ihn beim entwerfen seines Musikstücks beobachtete.

Dennoch solltest du die Tür schließen. Hier ist noch ein Tipp für dich:

Schreibe immer das erste Wort auf, dass dir einfällt. Suche nicht nach Synonymen, weil es Zeit kostet. Recherchiere auch nicht nach Fakten oder Zitaten, denn das hält dich ebenfalls auf. Was tust du stattdessen?

Markiere diese Wörter oder Wissenslücken mit einem Doppelhashtag (##) und füll die Lücken beim zweiten und dritten Durchgang.

Aber auch wenn du alle Türen schließt und verriegelst, kann dein Schreibfluss immer noch verlangsamt und gestört werden.

Damit das nicht passiert, musst du einen einfachen Schritt weiter gehen:

6. Verschanz dich in einem Bunker

Bevor du dich auf eine Pilgerreise in die USA machst und einen der Bunker mietest, die für die kommende Walking-Dead-Apokalypse gebaut wurden, solltest du wissen, was ich damit meine:

Der Schöpfer vom Westeros-Epos Geroge R. R. Martin ist eine lebendige Schreibmaschine.

Innerhalb weniger Jahre schrieb er über Millionen Wörter in seinen Büchern.

Wie hat er das gemacht?

Gary Keller erklärt es dir in seinem Buch The One Thing* – auf wissenschaftlicher Grundlage zeigt er dir, dass sich unser Gehirn immer nur auf eine Sache gleichzeitig konzentrieren kann.

Was tut George Martin also?

Er kapselt sich los von der Welt und schreibt auf einer uralten DOS Maschine und benutzt das Schreibprogramm Wordstar 4.0.

Das bedeutet:

Kein Instant-Gram, kein Flamebook, kein Tik Tak, kein Snap Crap.

Kein Internet und keine Ablenkung.

Wenn du es noch nicht geschafft hast, auf diese sozialen Zeitfresser zu verzichten, solltest definitiv damit anfangen, dich beim schreiben in einen Bunker zu verschanzen.

Nur wenn dein Gehirn sich allein auf das Schreiben konzentrieren kann, schaffst du es innerhalb weniger Augenblicke mehrere hundert Wörter in der Minute durch die Tastatur auf deinen Bildschirm zu jagen.

Aber wie schaffst du es, ohne Internet und abgeschottet von der virtuellen Welt, die Inhalte für deine Artikel und E-Mails zu sammeln?

Die Antwort darauf findest du hier:

7. STRG + C, STRG + V, bis die Polizei kommt

Wenn die Polizei noch nicht bei dir zu Hause mit einem Blitzer aufgetaucht ist, tippst du zu langsam.

Wenn die Nachbarn sich bei dir noch nicht beschwert haben, weil sie stundenlang das Hämmern deiner Finger auf der Tastatur stört, bist du nicht schnell genug.

Denn seien wir mal ehrlicher als die Konkurrenz:

Die meiste Zeit des Schreibens verlieren wir bei der Dekoration unserer Artikel.

Was ich damit meine?

Ich meine damit nicht die Recherche für den Inhalt, sondern den Teil, der viel mehr Spaß macht:

Das Schmücken und Verzieren der Artikel mit Zitaten, Witzen, Metaphern, Geschichten und Anekdoten.

Bis du die passenden Diamanten für dein Prachtstück gefunden hast, können Stunden vergehen.

Deshalb muss jeder Texter 2 Techniken beherrschen.

Die erste Technik ist diese hier:

STRG + C. STRG + V.

Der SWIPE File.

Darin bunkerst du alles, was auch nur ansatzweise brauchbar erscheint.

Wenn du das tust, suchst du nicht mehr ewig in Büchern und Google nach den passenden Edelsteinen, sondern scrollst durch deine SWIPE File und fügst alles ein, was deinem Artikel den letzten Glanz verleiht.

Solche Juwelen geben deinem Leser “ein Vergnügen – das gleiche Vergnügen, das sie haben, wenn sie aus einem Albtraum erwachen.”, wie Alfred Hitchcock sagte.

Die zweite und fast noch wichtigere Technik ist diese hier:

8. 650 PS

Der Porsche 911 Turbo S hat 650 PS.

Wenn jemand damit auf die deutsche Autobahn fährt, hat er nur ein Ziel:

Vollgas.

So ein Porsche steht auch jedem Texter zur Verfügung.

Das Problem?

Die meisten setzen sich rein, fahren auf die Autobahn und bleiben im Stau stecken.

Was meine ich damit?

Du hast im Optimalfall 10 Finger.

Deine Tastatur ist so ausgelegt, dass du mit allen 10 Fingern tippen kannst.

Wenn du das tust und mit allen 10 Fingern auf die Tasten haust, wirst du zum 911er und bretterst mit 650 PS durch die Tastatur.

Das Ergebnis?

Barbara Blackburn hält den Weltrekord mit 9.000 Wörtern die Stunde und einem Peak von 212 Wörtern pro Minute (List of Top 5 Really Bad Ass Typists).

Ein Porsche ist nun mal schneller als ein Traktor.

Der nächste Hack zeigt dir eine weitere Technik, mit der du täglich deine höchstmögliche Anzahl an Wörtern schaffst:

9. Alles hat seine Zeit

Wann frühstückst du?

Morgens.

Wann isst du zu Mittag?

Mittags.

Wann gehst du zum Sonntagsgottesdienst?

Sonntags.

Das ist eine einfache Regel:

Wie alles andere im Leben, hat auch das Schreiben seine Zeit.

Wenn ich mich mittags ans Schreiben setze fühle ich mich wie ein Traktor mit einer Reifenpanne.

Wenn ich dagegen vormittags schreibe, fühlt es sich an, als würde ich mit einem durchgedrückten Gaspedal über die Autobahn flitzen und jeden Blitzer mitnehmen.

Deshalb solltest du eine Sache auf jeden Fall finden:

Den Zeitpunkt, an dem dir das Schreiben am meisten Spaß macht und am leichtesten von der Hand geht.

Nur so schaffst du es, auch den letzten Tropfen deines Schreiberlingpotenzials aus dir hervorzulocken.

Wenn du die richtige Zeit gefunden hast, darfst du die restliche Zeit nicht vergeuden, sonst beraubst du dich selbst:

10. Vergeude nicht deine Zeit

Ich schreibe 3 Artikel und 5 E-Mails in der Woche.

Bei einer 4 Tage-Woche und weniger als 6 Stunden pro Tag.

Wie funktioniert das?

Mein Physiklehrer in der 10ten Klasse sagte uns immer:

“Nach der Klausur ist vor der Klausur.”

Wir hassten diesen Satz.

Und doch steckt da so viel Weisheit und ein wichtiges Prinzip dahinter.

Welches ist das?

Nun, du kannst es dir schon denken, aber ich sag es trotzdem:

Nach dem Artikel, ist vor dem Artikel.

Mit anderen Worten – mach nicht den Fehler, den viele Blogger heute machen:

Die meisten ruhen sich aus und gönnen sich ein mentales Mallorca, nachdem sie einen Artikel publiziert, eine E-Mail geschrieben oder einen Kurs veröffentlicht haben.

Wenn du das tust, verlierst du nicht nur Zeit und Geld, sondern viel wichtiger:

Deinen Schreibflow.

Was solltest du also stattdessen tun?

Hier ist die Antwort:

Wenn du einen Artikel fertig geschrieben hast, darfst du ihn nicht veröffentlichen. Lass ihn ruhen und reifen. In dieser Ruhephase des ersten Artikels, schreibst du deinen zweiten Artikel. Wenn der zweite Artikel fertig ist, publizierst du den ersten Artikel, lässt den zweiten Artikel ruhen und reifen und machst dich ran an den dritten Artikel.

Lies den Absatz erneut, wenn es noch nicht sitzt.

Und denk immer daran:

Nach dem Artikel, ist vor dem Artikel.

Solange du darüber grübelst, habe ich hier noch einen Hack für dich, der dir einen unfairen Vorteil gegenüber den meisten anderen Bloggern verschafft:

11. 33,33

“Es ist der wertvollste Gegenstand, den ich in meinem Leben je gekauft habe.”

Eugene Schwarzt (Legende.)

Er meint nicht seine Schreibmaschine.

Er spricht auch nicht von seiner Villa.

Was er meint, ist ein einfacher Timer.

Immer wenn er arbeitete, setzte er seinen Timer auf 33 Minuten und 33 Sekunden.

Sobald die Uhr tickte, konnte er machen, was er wollte, solange es etwas mit dem schreiben zu tun hatte – nichts anders.

Und was tust du, wenn das Starren an die Decke langweilig wird und dir nichts anderes übrig bleibt, als zu schreiben?

Du schreibst.

Willst du ein Beispiel?

Für diesen Artikel hatte ich nur 3 Stunden Zeit, weil ich an dem Tag einen Termin hatte.

Nach 2 Stunden war der Inhalt fertig, die Recherche abgeschlossen und die meisten Edelsteine schon hinein geschmissen.

Die restliche Stunde habe ich Kaffee getrunken und mich mit Walter unterhalten.

So etwas funktioniert nur mit einer Deadline. Eine Aufgabe, für die du normalerweise 6 Stunden brauchst, kannst du nur dann in 4 Stunden schaffen, wenn du maximal 4 Stunden dafür Zeit hast (Parkinsonsche Gesetze).

Erinnerst du dich, dass meine Formel 3 Durchgänge hat (Hack 3)?

Für den zweiten Durchgang brauchte ich knapp vier Stunden, weil ich nicht den feuchten Atem der Deadline in meinem Nacken spürte und entsprechend keinen Zeitdruck hatte.

Was jetzt?

Jetzt hast du alle Mittel die du brauchst, um schneller zu schreiben.

Aber wo fängst du an?

Alles gleichzeitig kannst du ja nicht umsetzen und das sollst du auch nicht.

Setze die Hacks Schritt für Schritt um.

Fang am besten mit dem vierten Hack an und lerne, alles aufzuschreiben, was dir gerade durch den Sinn schlendert – ohne zu löschen.

Also:

Fang mit nur EINEM Hack an.

Und wenn dir meine Hacks geholfen haben, teile diesen Artikel mit deinen Freunden und Kollegen.

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Dein Alex

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